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Kontakt:
Projekt Singförderung
Margit Linde
Süderstraße 6
25917 Leck
Tel. 04662-5762
singentutgut@gmx.de

Ich komme nicht,
etwas zu lösen.
Ich kam hierher,
um zu singen
und auf daß du
mit mir singst.

Pablo Neruda



Chorprojekt "Wiedingharder Sommerchor"

für die westlichen Gemeinden Südtonderns von Fahretoft bis Süderlügum.


Sommerkonzert


aus dem NORDFRIESLAND TAGEBLATT

35 Sänger zogen über die Dörfer

"Ich halte es für sehr wichtig und es macht auch unheimlich viel Spaß, mit einem anspruchsvollen Programm, in das neben Laiensängern auch professionelle Instrumentalisten eingebunden sind, über die Dörfer zu ziehen."

Unter dem Motto "Singen tut gut" führte der Lecker Kirchenmusiker Rainer Rafalsky ein Chorprojekt durch. Ziel war es, nach zehn Übungsabenden und einem Intensiv-Probenwochende mit drei Konzerten zum Thema "Nähme ich Flügel der Morgenröte" abzuschließen.

"Der gute Besuch bei allen drei Abschlussveranstaltungen in den Kirchen zu Klixbüll, Tondern und Aventoft zeigte auf, dass wir damit offensichtlich auf dem richtigen Wege sind", ergänzte Rafalsky.

Das Herzstück seines 35 Stimmen umfassenden Chores bildeten die Angehörigen des Gemischten Chores Aventoft-Neukirchen, ergänzt durch Sängerinnen und Sänger aus dem gesamten Bereich des ehemaligen Kirchenkreises Südtondern.

Die Begleitung der nicht a cappella vorgetragenen Kompositionen bestritten die Violonisten Birte von Kopylow und Hans Jensen vom Sønderjyllands Symfoniorkester, Ingrid Sievers im Wechsel mit Rainer Rafalsky (Continuo) sowie Meike Mever-Wagner (Blockflöte) und Ernst Wagner (Gitarre). Als Sängerinnen und Sänger übernahmen Margrit Riese (Sopran), Hanne Tatchell/Ingrid Sievers/Meike Meves-Wagner (Alt) und Ernst Wagner (Bass) in gekonnter Manier solistische Aufgaben.

Zum Konzert in der Tonderner Christkirche fanden sich - trotz drückender Sommerhitze - mehr als 70 Zuhörer ein. Sie und alle Mitwirkenden wurden von Pastorin Meike Meves-Wagner willkommen geheißen, deren Wortbeiträge und zelebrierte Liturgie die Veranstaltung zu einem konzertanten Gottesdienst werden ließen.

Nach zwei Werken aus der Barockzeit - dem Kanon "Jubilate Deo" von Adam Gumpelzhaimer und der Motette "Cantate Dominum" von Hans-Leo Hassler - wurde das Publikum durch den von Tilde Madsen auf der Orgel begleiteten Choral "Du, meine Seele, singe" in das musikalische Geschehen aktiv einbezogen. Bei dem barocken Trio "Schaff in mir Gott, ein reines Herz" von Johann Philipp Krieger unterstützte die hervorragende Raumakustik des Gotteshauses die von den Vokalisten sorgfältig herausgearbeiteten dynamischen Abstufungen. Abgesehen von den wenigen ohne instrumentale Unterstützung vorgetragenen Sätzen, bei denen die Stimmen einen unüberhörbaren Hang zum "Absacken" erkennen ließen, intonierte der mit erfreulich deutlicher Aussprache agierende Chor untadelig sauber.

Zu den Glanzstücken des Programms zählten der 1923 von Jacques Berthier komponierte, mit effektvollen Oberstimmen versehene Chorsatz "Laudate Dominum" und die viel Zuversicht ausstrahlende Kirchensonate Nr. 11 in D-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. Bei letzterer, dem einzigen rein instrumental dargebotenen Werk, kamen die zum Klang des Orgelpositivs musizierenden Streicher besonders gut zur Geltung. "Nähme ich Flügel der Morgenröte" von Rainer Rafalsky erklang völlig entspannt, "Das ist in köstlich Ding" von Rolf Schweizer leicht swingend und die von Blockflöte, Gitarre und Continuo unterstützte Motette "Das ist ein köstlich Ding" sehr temperamentvoll. Letzterer schickte Ernst Wagner zur Gaudi des Publikums einen fetzigen Gitarrenakkord nach. Mit einem jubelnden "Halleluja" aus der Feder des Georg-Friedrich Telemann kehrte das Programm zur Barockzeit zurück. Es wurde am Ende von den begeisterten Zuhörern lautstark beklatscht.

Von Ulrich Jeß